🌳 Die magische Welt der Bäume –
Die Eiche 🌳

„Die Geschichte der Eiche (Quercus) reicht bis zu 12 Millionen Jahre zurück. In der Antike hatte die Eiche einen großen Stellenwert. Die Eiche hat aufgrund ihrer Größe und langen tiefen Wurzeln die oft bei unterirdisch fließendem Wasser stehen, werden oft vom Blitz getroffen. Die Gallier liebten die Eiche, denn wenn eine Mistel am Baum entdeckt wurde, war es ein Zeichen, dass der Baum vom Gott auserwählt wurde. Denn die Eichenmistel galt früher besonders zauberkräftig und diente zur Abwehr gegen böse Geister. Es wurden auch Eichenlaub vor die Türen gelegt, um Hexen den Zutritt zu verwehren. Auch Türrahmen und Türschwellen wurden mit Eichenholz angebracht.

Die Eiche steht meistens auf Wasseradern und sie reagieren nicht besonders empfindlich. Der Baum kann schwere Störungen wie Verwerfungen, Brüche und dergleichen die Wuchsform erheblich einbringen. Es kommt zu starker Geschwulstbildung oder Ähnlichen auf dem Baum.

Baumhoroskop:

Nach den keltischen Baumhoroskop sind Menschen die am 21.03. Geburtstag haben, im Zeichen der Eiche geboren. Es wird dem Frühling zugeordnet und von den Kelten sehr verehrt. Diese Menschen verfügen viel Lebenskraft und erfreuen sich in bester Gesundheit. Sie zeigen eine hohe Führungsqualität, viele Talente und Tapferkeit.

🟢 Der Laubbaum aus der Familie der Buchengewächse steht symbolisch für Kraft und Ewigkeit – Eichen können nämlich bis zu 1000 Jahre alt werden. Das Holz ist sehr stabil, die Rinde, rau dick und furchig. Sie haben kräftige tiefgreifende Wurzeln und schützt vor extremen Stürmen. Das Holz ist schwer und wird gerne für Schiffbau und Brückenbau verwendet. Auch für Herstellung von Möbel, Tischen, Treppen und Türen wird das Holz angewendet.

Die Eichenrinde hat einen hohen Gerbstoffanteil und wird gerne zum Gerben von Leder verwendet.

🌰🥜 Die Früchte (Eicheln) sind roh, durch ihren hohen Anteil an Stärke im Grunde zwar nahrhaft, aber wegen der Bitterstoffe für den Menschen ungenießbar und giftig***.

🐿🐁 Für Nagetiere (Mäuse, Eichhörnchen), Rotwild (Hirsche) und Wildschweine sind die Eicheln dagegen unverzichtbare Kohlenhydrat- und Proteinquellen, weswegen sie sich für Nagetiere besonders gut beim Anlegen von Wintervorräten eignen.“

Die Eicheln kann man rösten und dient als hervorragender Kaffee-Ersatz. Die auch im Krieg gerne genommen wurde. In der Naturheilkunde dient es zur Heilung von Haut und Schleimhäuten. Die Eiche hat einen hohen Anteil an Gerbstoffen in Form von Essigsäure-Zuckerverbindung, Quercussäure und Bitterstoffe Quercin. Es werden die Rinde und die jungen Zweige und Stämme verwendet. Diese werden im Mai und Anfang Juni gesammelt. Die Eicheln enthalten Stärke, Zucker, Eiweiß, Fett und Gerbstoffe.

Anwendungen:

Die Eichenrinde kann helfen bei Schleimhautproblemen und wirkt adstringierend, entzündungshemmend und zusammenziehend und wirkt auch bei Blutgefäßen.

Als Inhalation der Eichenrinde unterstützt bei Mundschleimhautentzündungen, Kehlkopf- und Luftröhrenerkrankungen.

Als Tee wird es bei Magen- und Darmschleimhautentzündungen und chronischen Durchfällen unterstützt.

Bei Blasenentzündung hilft eine Spülung mit Eichenrindentee.

Als Einlauf hilft es bei Entzündungen der Darmschleimhaut.

Ein warmes Sitzbad mit Eichenrindentee hilft bei Hämorrhoiden und kleinen Einrissen am After.15 bis 30 Minuten täglich ein Sitzbad nehmen.

Bei chronischen und juckenden Ekzemen sollte man ein Bad nehmen, oder die betroffenen Stellen mit genässten Eichenrindentee auftragen.

Für einen Eichenrindentee nimmt man 1 Teelöffel fein geschnittene Rinde und legt es in 250 ml heißem Wasser und lässt es 10 Minuten ziehen. Den Tee sollte man nicht mehr als 2 Tassen pro Tag trinken. Bei Durchfall nimmt man 1 Esslöffel geschnittene Rinde mit 250 ml Wasser.

Für einen Umschlag nimmt man 1 Handvoll geschnittene Rinde mit 1 Liter kochendes Wasser und ca. 10 bis 15 Minuten ziehen lassen.

Als Sitzbad nimmt man 3 Handvoll auf 3 Liter heißes Wasser, 10 bis 15 Minuten ziehen.

Für eine Inhalation, 3 bis 4 Esslöffel auf 1 Liter Wasser.

Auch bei Fuß- und Handschweiß kann man1 Esslöffel Rinde auf 1 Liter kochendes Wasser, 10 bis 15 Minuten ziehen, darin Baden.

Bei Frostbeulen nimmt man 1,5 Liter heißes Wasser, ca. 40g Eichenrinde und lässt es eine halbe Stunde kochen. Für Auflegen oder Teilbäder verwenden.

Eichelkaffee:

Der Kaffee hilft bei den Verdauungsorganen und wirkt stärkend. Die Eicheln sollte man zerstoßen und geröstet werden. Bei 250 ml Wasser braucht man 10g geröstete Eichelpulver. Aufkochen und etwas ziehen lassen. Abseihen und etwas Milch dazu geben. Erkaltet schmeckt es recht gut mit Orangenschalensirup.

Man kann auch Eichelkaffee kaufen. Es gibt auch eine gute Mischung mit Eicheln, Feigen und Gerstenmehl – Bambu Kaffee. Schmeckt hervorragend.

Auch eine Tinktur kann man daraus machen:

Im 19. Jahrhundert galt diese Tinktur als geistiges Wasser, bei Verdauungsbeschwerden. Man nimmt ca. 5 mal täglich 1 TL. Tinktur mit etwas Wasser. Man braucht dazu 100g Eichelpulver geröstet, ca. 400ml Weingeist oder Korn und lässt es 3 bis 4 Wochen stehen. Dann abseihen und in kleinen Flaschen füllen.

Umschläge mit Eichenrinde:

Diese hilft zur Behandlung von Kropf – Schilddrüsenvergrößerung.

Als Umschlag wirkt Eichenrinde:

  • zusammenziehend,
  • entzündungshemmend,
  • blutstillend,
  • schweißhemmend,
  • juckreizstillend,
  • antimikrobiell,
  • leicht schmerzlindernd.

Man macht eine Abkochung aus junger Eichenrinde, eine Handvoll auf 1 Liter Wasser. Das Tuch wird in den Sud getaucht und über Nacht aufgelegt.

Bei Entzündungen im Mund und Rachenraum wird die Lösung von Eichenrinde zum Spülen und Gurgeln angewendet.

Eichenrinde Tee:

Hier nimmt man 2 bis 4 TL. Eichenrinde, 3g und 500ml kaltes Wasser. Eine halbe Stunde ziehen lassen, kurz aufkochen und abseihen. Bei Durchfall eine halbe Stunde vor der Mahlzeit 250 ml warm trinken.

Vorsicht: nicht mehr als zwei mal pro Tag und nicht länger als 3 Tage trinken und nicht überdosieren. Da  die enthaltenen Gerbstoffe bei längerer Einnahme die Leber schädigen können.

Äußerlich angewendet kann man Eichenrinde Sud, oder Tinktur nehmen bei:

  • nässende Hautausschläge
  • juckende Ekzeme
  • entzündliche Hauterkrankungen
  • Schleimhautentzündungen in Mund und Rachen
  • Hämorrhoiden
  • Juckreiz im Genital- oder Analbereich
  • übermäßiger Fußschweiß