Wie Krankheit nach der Traditionellen Chinesischen Medizin

in den Körper eindringt
Warum entstehen Krankheiten? Diese Frage beschäftigt die Menschheit seit Jahrtausenden. Während die moderne Medizin Krankheiten vor allem durch biologische Prozesse erklärt, betrachtet die Traditionelle Chinesische Medizin (TCM) den Menschen als Einheit von Körper, Geist und Seele. Im Mittelpunkt steht dabei der freie Fluss der Lebensenergie Qi.
Nach der TCM beginnt Krankheit häufig nicht plötzlich, sondern entwickelt sich schrittweise. Äußere oder innere Belastungen können den Energiefluss stören und sich – wenn sie nicht rechtzeitig ausgeglichen werden – immer tiefer im Körper festsetzen.
Das Meridiansystem – das energetische Netzwerk des Körpers
Die TCM geht davon aus, dass das Qi durch ein Netz von Meridianen fließt. Diese Energieleitbahnen versorgen Organe, Gewebe und den gesamten Organismus mit Lebensenergie.
Jeder Meridian gehört zu einem Organ und befindet sich auf einer bestimmten energetischen Ebene. Gemeinsam bilden sie ein ausgeklügeltes Schutz- und Regulationssystem.
Die äußerste Ebene bilden die Meridiane von Blase und Dünndarm. Sie gelten als erste Schutzschicht gegenüber äußeren Einflüssen.
Die Yang-Energie bewegt sich nach der TCM vom Rücken über die Körperseiten zur Vorderseite und schließlich zu den inneren Organen. Die Meridiane von Leber und Perikard unterstützen dabei, die verarbeitete Yang-Energie wieder an die Oberfläche zurückzuführen und den Energiefluss zu harmonisieren.
Wie entstehen Krankheiten nach der TCM?
Nach der Traditionellen Chinesischen Medizin können verschiedene krankmachende Einflüsse den Körper belasten. Dazu zählen unter anderem:
- Wind
- Kälte
- Feuchtigkeit
- Hitze
- Trockenheit
- emotionale Belastungen
- chronischer Stress
- energetische Störungen
Solange die körpereigene Abwehr – das sogenannte Wei-Qi – stark ist, können diese Einflüsse nach der TCM meist abgewehrt werden.
Ist das Qi jedoch geschwächt oder bereits blockiert, können sich diese Faktoren in einem Meridian festsetzen. Dort entsteht zunächst ein energetisches Ungleichgewicht, das sich mit der Zeit in Beschwerden oder Funktionsstörungen des entsprechenden Organs äußern kann.
Wenn die Krankheit in tiefere Ebenen vordringt
Kann der Körper den krankmachenden Einfluss nicht ausreichend regulieren, gelangt er nach dem Modell der TCM nach und nach in tiefere Schichten des Meridiansystems.
Die tiefste Ebene bilden die Shao-Yin-Meridiane von Herz und Nieren.
Diese Ebene wird in der TCM als besonders bedeutend angesehen, da sie die grundlegenden Energiereserven des Menschen repräsentiert. Einige moderne TCM-Schulen bringen diese Ebene außerdem mit dem Nervensystem, dem Gehirn, dem Knochenmark und sogar der genetischen Ebene in Verbindung. Diese Zuordnungen sind Bestandteil bestimmter TCM-Konzepte und entsprechen nicht den wissenschaftlichen Modellen der modernen Medizin.
Aus Sicht der TCM benötigen Beschwerden auf dieser Ebene häufig mehr Zeit und eine individuell abgestimmte Behandlung.
Die besondere Bedeutung der Leber in der TCM
Die Leber nimmt in der Traditionellen Chinesischen Medizin eine zentrale Rolle ein.
Sie sorgt dafür, dass das Qi frei fließen kann und unterstützt den Körper dabei, Belastungen wieder loszulassen. Dazu gehören nach der TCM nicht nur körperliche Stoffwechselprozesse, sondern auch emotionale Spannungen wie Ärger, Frustration oder lang anhaltender Stress.
Ein harmonischer Leber-Meridian trägt wesentlich dazu bei, dass Energie ungehindert zirkulieren kann und sich Blockaden lösen.
Wie Akupunktur/Akupressur den Heilungsprozess unterstützen kann
Am Beginn jeder Behandlung steht eine ausführliche TCM-Diagnose. Dabei werden unter anderem Puls, Zunge, Beschwerden und die Meridiane beurteilt, um die Ursache des energetischen Ungleichgewichts zu erkennen.
Anschließend werden individuell ausgewählte Akupunkturpunkte behandelt.
Nach der TCM kann Akupunktur dabei helfen,
- den Energiefluss (Qi) zu regulieren,
- energetische Blockaden zu lösen,
- die körpereigenen Regulationsmechanismen zu unterstützen,
- pathogene Faktoren auszuleiten und
- das innere Gleichgewicht wiederherzustellen.
Zahlreiche wissenschaftliche Studien weisen zudem darauf hin, dass Akupunktur bei bestimmten Beschwerden – beispielsweise chronischen Schmerzen oder Spannungskopfschmerzen – unterstützend wirken kann. Die Wirkung hängt jedoch von der jeweiligen Erkrankung und der individuellen Situation ab.
Warum eine frühzeitige Behandlung sinnvoll ist
Nach dem Verständnis der TCM ist es sinnvoll, energetische Ungleichgewichte möglichst früh behandeln zu lassen.
Je früher der Energiefluss wieder harmonisiert wird, desto größer ist nach der TCM die Chance, dass sich Beschwerden nicht weiter vertiefen.
Doch auch bei bereits länger bestehenden Beschwerden kann eine individuell abgestimmte Akupunkturbehandlung den Körper dabei unterstützen, seine natürlichen Regulationsprozesse zu fördern und das Wohlbefinden zu verbessern.
Akupunktur/Akupressur – den Körper wieder ins Gleichgewicht bringen
Gesundheit bedeutet mehr als die Abwesenheit von Krankheit. Sie entsteht dann, wenn Körper, Geist und Seele harmonisch zusammenarbeiten.
Die Akupunktur ist eine der ältesten Therapieformen der Welt und wird seit Jahrtausenden eingesetzt, um den Energiefluss zu regulieren und die Selbstheilungskräfte des Körpers zu unterstützen.
Wenn Sie mehr über die Möglichkeiten der Traditionellen Chinesischen Medizin erfahren oder eine individuelle Beratung wünschen, vereinbaren Sie gerne einen Termin.
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